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fachspezifischen Bedarf an Berufskollegs |
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Maschinenbau: Die Zahl der Referendare, die jährlich mit dem Vorbereitungsdienst beginnen, ist nach wie vor sehr niedrig - geringfügig über 20 landesweit. Die Zahl der Pensionierungen landesweit liegt bei 100! Selbst wenn man von einem Rückgang der Schülerzahlen ausgeht, so wird auf Dauer die Einstellung von Berufswechslern erforderlich sein, da die Zahl der Referendare nicht ausreicht. Auch mittelfristig sind die Aussichten äußerst günstig, selbst für Seiteneinsteiger! Elektrotechnik:
Der Mangel
hat Tradition, nur 20 Referendare jährlich stehen durchschnittlich jährlichen Pensionierungen von 75
Kollegen gegenüber! Wenn eine
Fachrichtung auf Dauer auf Berufswechsler angewiesen sein dürfte, dann die
Elektrotechnik; das zeigen auch die kaum noch erfassbaren
Studierendenzahlen. Bautechnik: Bautechnik und Holztechnik zeigen eine gegenteilige Entwicklung: Innerhalb von wenig mehr als 14 Jahren hat sich in dieser Branche die Zahl der Beschäftigten von seinerzeit 1,9 Millionen bis heute auf unter 0,7 Mill. verringert. Dass sich die Zahl der Auszubildenden entsprechend reduziert, der Bedarf an Lehrern ebenso, ist verständlich. Die zunehmend sich verschlechternden Berufsaussichten in der Branche haben aus der einstigen Mangelfachrichtung an den Schulen eine Überschussfachrichtung gemacht. Es werden jährlich im Schnitt 20 Kolleginnen und Kollegen mit der Fachrichtung Bautechnik pensioniert, der Ersatzbedarf liegt auf dem gleichen Niveau. Von 2003 bis 2007 konnten nicht mehr alle Bewerber in NW eingestellt werden. Doch inzwischen ist in dieser Fachrichtung der Markt weitgehend "leergefegt". Textil-
und Chemietechnik:
Für beide Fachrichtungen gibt es wenige Bewerber und wenige Stellen. Hier darf auch beim Stellenersatzbedarf die Zahl der durchschnittlich jährlichen Pensionierungszahlen
(15
bei Textiltechnik, 10 bei Chemietechnik) nicht täuschen: Zu gering ist die
Zahl der Ausbildungsplätze . . . Druck- und Gestaltungstechnik: Seit mehr als 10 Jahren übersteigt die Zahl der Bewerber die Zahl der Stellen, die als Ersatz für Pensionierungen besetzt werden müssen, teilweise sogar erheblich. Doch gibt es nahezu keine Bewerber, die nicht zum Zug gekommen sind (außer bei mangelnder Mobilität). Ein Grund dafür ist die in der Regel günstige Einsetzbarkeit von Bewerbern mit der Fachrichtung Gestaltungstechnik; denn welche gewerblich-technische Fachrichtung bringt ähnlich viele Kombinationen mit allgemeinen Fächern - so vor allem Deutsch? Da es an Bündelschulen kaum Bewerber mit Maschinenbau, Bautechnik oder Elektrotechnik plus allgemeines Fach gibt, bleiben diese Bewerber gefragt. Doch in 2008 ist die Zahl der Referendare deutlich gestiegen. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden nicht mehr alle Bewerber an Berufskollegs eingestellt werden können. Da das Schulministerium glaubt (S. 18), dass hier auf Dauer gute Einstellungsaussichten sind, sollten die nicht beschäftigten fertig ausgebildeten Referendare einfach mal dort anrufen . . . Zum 1. Februar 2011 standen 42 Bewerbern gerade einmal 16 Stellen gegenüber. Wirtschaft: Nur 170 Kolleginnen und Kollegen werden jährlich durchschnittlich pensioniert, doch der Einstellungsbedarf war in den letzten Jahren deutlich größer. Das lag daran, dass die allgemein vorhandene Ausbildungsplatzlücke zu einem starken Anstieg in den Vollzeitbildungsgängen führt – vornehmlich der „Höheren Handelsschule“, teilweise, um anschließend mit diesem Abschluss den gewünschten Ausbildungsplatz zu ergattern. Die ersten nicht eingestellten Bewerber wurden in 2003 registriert, insbesondere dann, wenn aus familiären Gründen keine Mobilität gegeben war. Auf der anderen Seite gibt es wieder ständigen Ersatzbedarf, da die Mehrzahl der kaufmännischen Bewerber weiblich ist und häufig eine Teilzeitbeschäftigung gesucht wird. Zwischen 2005 und 2007 gab es mehr als 100 Bewerber, die keine Stelle fanden. In den Jahren 2001 bis 2010 kamen praktisch alle Bewerber in den Schuldienst. Erst in 2011 werden ca. 60 Bewerber ohne Stelle bleiben. 2013 sieht es dann natürlich für alle Fachrichtungen gut aus . . . Ernährung und Hauswirtschaft: Ganz anders bei E + H, denn hier gibt es einmal einen (theoretisch) hohen Ersatzbedarf (jährlich bis zu 30 Pensionierungen landesweit), doch auf der anderen Seite ist die Zahl der Auszubildenden starken Schwankungen unterworfen. Dies führte im Extremfall 1992 zu „Null-Einstellung“! So schwank auch das Verhältnis zwischen Überhang an Stellen und Bewerbern (im Sommer 2006 gab es 6 Stellen mehr als Bewerber, zum Februar 2007 gibt es 7 Bewerber mehr als Stellen). Insgesamt künftig gute Aussichten. Sozialpädagogik: Die einstellenden Schulen gingen dazu über, Stellen vor dem Hintergrund konkreter Praxiserfahrung auszuschreiben. Grundsätzlich auch hier positive Aussichten! Gesundheit / Körperpflege/ Biotechnik / Gesundheitswesen / Altenpflege: In diesen kleinen Fachrichtungen hat es in der Vergangenheit ein ausgeglichenes Verhältnis von Angebot und Nachfrage gegeben. Durchschnittlich 15 Pensionären standen bislang jährlich zwischen 6 und 14 Bewerber gegenüber. Die eher allgemeinbildenden Zweitfächer machen die Bewerber für den großen Teil der Bündelschulen interessant. Mittelfristig sind für diese Größenordnung keine Einstellungsprobleme prognostiziert. |